Da war doch noch was?!

Irgendetwas war heute Morgen anders als sonst. Die Sonne strahlte irgendwie heller, die Luft war angenehm weich und die 24° C fühlten sich wunderbar warm an. Wir sind in Spanien! Das Wetter gab sich redliche Mühe und zeigte sich von seiner besten Seite. Sofort kam Urlaubsfeeling auf.

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Wie immer nach einer Nachtfahrt oder längeren Schlägen, ließen wir den Tag gemütlich angehen. Irgendwie war heute ja auch ein ganz besonderer Tag: Unser erster Urlaubstag in einem neuen Land! Oder war da noch etwas anderes? Erst nach einer netten Mail unseres Trauzeugen Hartmut fiel der Groschen. Natürlich, ….. unser Hochzeitstag! Diesen Tag zu vergessen, wäre mir in Deutschland wahrscheinlich nicht passiert J Ganze neun Jahre halten wir es nun schon miteinander aus. Gut, dass wir es diesmal beide vergessen haben. So konnte der Tag ganz entspannt seinen Lauf nehmen 🙂

Zuerst mussten wir aber die Formalitäten erledigen und den Kurs für unseren Liegeplatz verhandeln. Denn hier sind die Liegeplatzgebühren Verhandlungssache. Dieses nette Geheimnis verriet uns Freund Martin von der SY GANESCHA. Martin ist in Sachen „Verhandeln“ ein ganz harter Hund. Für sich und seine Freunde (dazu zählen wir Gott sei Dank auch) hatte er schon vor zwei Wochen den Super-Spar-Preis ausgehandelt. So war also klar, eine Woche La Coruna im Sonderangebot für…. (das verraten wir lieber nicht).

Schon seit dem Morgen stand die Position der SY MENTOR unter meiner ständigen Beobachtung über www.marinetraffic.com. Natürlich wollten wir unseren Freunden auch die Leinen abnehmen, wenn sie La Coruna erreichen. Den optimalen Platz bei uns an Steg hatte ich schon gesichtet, jetzt musste ich die SY MENTOR nur noch dorthin lotsen. Im Zeitalter des UKW-Funks sollte das ja kein Problem sein. Da ja Funken eher Dietmars Bereich ist, der ja für sein Leben gern quatscht, stand ich dem Funkgerät noch etwas skeptisch gegenüber. Auch nach mehrfachen Anrufen auf Kanal 16 bekam ich aber keine Antwort. Ok, dann ein Versuch mit dem Handfunkgerät. Wieder nichts…. Die letzte Möglichkeit war dann das Handy. Keine Verbindung! Wenn einen also die Technik im Stich lässt, hilft nur eines: Hinaus zur Hafeneinfahrt laufen und winken. Das funktioniert immer 😉 So dirigierte ich die MENTOR in die richtige Richtung, und sprintete zu unserem Steg zurück, so schnell mich die Flip-Flops trugen. Der Plan ging auf und die Beiden wurden wie geplant am Steg empfangen.

Am Nachmittag standen uns Martin und Violetta als ortskundige Führer bei unserer ersten Erkundungstour per Rad zur Seite. Die Beiden lagen schon seit 2 Wochen mit Ihrer SY GANESCHA in der Marina und kannten die Innenstadt wie Ihre Westentasche. Mit dem Fahrrad klapperten wir die wichtigsten Stationen ab und begannen damit am Stadthafen. Dort schauten wir kurz bei der SY AMAZONE vorbei, die am nächsten Morgen weiter Richtung Süden segeln wollte. Nach einem herzlichen Wiedersehen mussten die beiden los und noch die letzten Einkäufe erledigen.

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So radelten wir weiter zum besten Elektronikgeschäft, zum besten Yachtausrüster, zum besten Bäcker und natürlich zum besten Supermarkt – alles SY GANESCHA qualitätsgetestet. Nordspanien ist für uns auch aus anderem Grund attraktiv. Die Lebensmittelpreise sind für deutsche Verhältnisse unglaublich niedrig. So füllten wir unsere Rucksäcke mit allem, was man für einen ordentlichen Grillabend benötigt. Kurze Zeit später bruzzelten schon die ersten Steaks auf dem COB-Grill am Steg vor dem Liegeplatz der SY GANESCHA. Die erste Flasche Wein, die schon seit Flensburg auf unser Wiedersehen wartete, wurde geköpft und einem lustigen Abend stand nichts mehr im Wege.

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