Karibische Akklimatisierungsphase

Jetzt sind wir endlich angekommen ­čÖé So viele Monate hatten wir diesen langen Schlag unserer Reise geplant und jetzt??? Jetzt sind wir erstmal planlos! Aber das ist ja nicht schlimm. Wir m├╝ssen uns neu orientieren, denn vieles ist neu, anders und ungewohnt.
Es beginnt mit dem Internet, dem liebgewonnen besten Freund, der einen schnell und problemlos mit Emails und Nachrichten von Freunden versorgt. Man ist gewohnt, dass es immer und ├╝berall und bitte auch sch├Ân g├╝nstig verf├╝gbar ist ´üŐ Das ist jetzt erst einmal vorbei ´üŐ Klar gibt es in der Marina eine offenes WLAN-Netz und auch die ARC stellt ein eigenes Netz zur Verf├╝gung, aber der Datenfluss erinnert an einen Freitagnachmittag auf dem K├Âlner Ring. 1000 Segler und nur drei Netze. Nichts geht vorw├Ąrts, oder nur schrittweise mit sehr viel Geduld. Da ist man schon froh, wenn nur eine Nachricht den Rechner verlassen hat. Eine Email ist eher etwas f├╝r Fortgeschrittene, der Blog nahezu unm├Âglich und Bilder, gehen nur nachts ab halb zwei, wenn alle anderen entweder noch wild feiern oder schon brav in der Koje liegen.
Somit war einer der ersten Punkte auf der to-do-Liste, die Beschaffung einer lokalen Telefonkarte. Der gro├če Anbieter hier ist Digicel und hat auch einen Verkaufsstand auf dem Marinagel├Ąnde. Am Freitag waren wir beide noch so mit dem Ankommen besch├Ąftigt, dass wir die Anschaffung einer Telefonkarte auf den n├Ąchsten Tag verschoben haben. Samstag hatte der Stand dann geschlossen ´üî und auch am Sonntag und am folgenden MontagÔÇŽ..bis heute. Naja, ein St├╝ck die Stra├če hinunter hatte ich noch einen Digicel-Laden entdeckt. So machten wir uns am Montag auf den Weg. Leider erst am Nachmittag, um dann an der Ladent├╝r zu erfahren, dass in einer halben Stunde geschlossen wird. Daher durften keine Kunden mehr eintreten ­čÖé Andere L├Ąnder, andere Sitten ­čÖé Letztendlich sind wir aber mittlerweile im Besitz einer funktionierenden Telefon- und Datenkarte und die digitale Welt hat uns wieder.

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Die erste H├╝rde hatten wir also genommen. Bei den hier herrschenden Temperaturen war es wirklich eine anstrengende Aufgabe. Wir wollen uns aber wirklich nicht beklagen, denn erstens haben wir es ja so gewollt und Nieselregen in Deutschland ist auch nicht besonders erstrebenswert. Aber die Temperaturen nehmen einen jeglichen Elan. Schon der R├╝ckweg von den Duschr├Ąumen (k├╝hlschrankkalt klimatisiert) zum Schiff macht die ganze sch├Âne Dusche wieder zu Nichten. K├╝hle Getr├Ąnke werden in gro├čen Mengen ben├Âtigt, so dass wir mittlerweile oft schon den Kaffee durch Orangensaft ersetzen. Da wir im Moment noch in der Marina liegen, ist ein Sprung vom Schiff ins k├╝hle Nass auch nicht besonders zu empfehlen. Aber das wird sich ja in K├╝rze ├Ąndern. Mittlerweile k├Ânnen wir aber schon die entspannte Einstellung der Kariben verstehen. Tags├╝ber ist Hektik einfach unangebracht. Da sitzt man lieber irgendwo im Schatten und genie├čt einen Drink. Abends wird es leider schon dunkel, bevor es dann wieder angenehm k├╝hl wird. Das macht uns auch nicht gerade produktiver ´üŐ
Aber langsam kommen wir an. In unseren Portemonnaies haben East Carribian (EC$) Dollar Einzug gehalten. Nat├╝rlich werden auch gern US-$ oder Euro angenommen, aber zum Teil sind die Umrechnungskurse doch eher sehr willk├╝rlich. Leicht kann man den Eindruck bekommen, dass es ÔÇ×wei├če und schwarzeÔÇť Preise gibt. Kein sch├Ânes Gef├╝hl, wenn man jeden Einkauf auf dem Markt diesbez├╝glich hinterfragen muss. Das ist im Supermarkt deutlich entspannter. Da sind die Lebensmittel f├╝r alle gleich teuer ´üî Aber immerhin gibt es hier alles, was man zum Leben braucht und noch eine ganze Menge mehr. Man muss sich nur ├╝berlegen, was einem sein Vergn├╝gen wert ist.

2 thoughts on “Karibische Akklimatisierungsphase

  • December 21, 2015 at 9:22 pm
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    Hallo ihr beide! Ziemlich genau vor einem Jahr haben wir eure Summer auf Gran Canaria bewundert – jetzt verfolgen wir euch auf dem Blog und die Geschichte ├╝ber die “gro├če Liebe” Cesarina ist super spannend. Wir haben unsere auch gefunden – und folgen euch mit unserer “Sundowner” jetzt einfach mal ein St├╝ckchen ­čÖé
    Liebe Gr├╝├če aus dem kalten Deutschland
    Jessica und Stefan

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    • December 21, 2015 at 9:51 pm
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      Das ist ja gro├čartig! Ich erinnere mich noch an unser Gespr├Ąch in Pasito Blanco/ Gran Canaria. Wir freuen uns schon wenn Ihr mal neben uns ankert:-)

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