Karibische Weihnachten

Bequia ist so, wie sich Klein-Erna die Karibik vorstellt ­čÖé ├ťbersichtlich mit kleinen H├Ąusern, Gesch├Ąften, Bars und Restaurants. Die Leute sind freundlich und offen, aber nicht aufdringlich. Zusammen mit Kathrin machten wir uns am Mittwochmorgen auf den Weg zum Einklarieren. J├Ârg war der letzte Segeltag leider auf den Magen geschlagen und er musste das Boot h├╝ten ­čÖü Wahrscheinlich hatte er zu viel Sonne abbekommen.
Das Einklarieren war einfach und ging schnell ├╝ber die B├╝hne. So blieb noch viel Zeit f├╝r eine kleine Erkundungstour durch Port Elisabeth, einen Einkauf auf dem Markt und eine Eisschokolade in dem gem├╝tlichen Kaffee ÔÇ×CameleonÔÇť ­čÖé
Zur├╝ck auf dem Boot verbummelten wir den Nachmittag mit Schwimmen und weiterer Reiseplanung. Am Abend waren wir dann auf der SY SEABEE zum Grillen eingeladen. Mit den letzten N├╝rnberger Rostbratw├╝rstchen und einer gro├čen Sch├╝ssel Obstsalat im Gep├Ąck waren wir nat├╝rlich herzlich willkommen ­čÖé Der Abend mit der schwedischen Familie und Kathrin und Vincent von der SY VIA war sehr lustig und wir freuten uns schon auf den morgigen Weihnachtsabend, den wir in derselben Runde verbringen w├╝rden ­čÖé
Der Heiligabend verlief also ziemlich untypisch ­čÖé Nur das traditionelle Wei├čwurstfr├╝hst├╝ck lie├čen wir uns nicht nehmen. W├Ąhrend ich meine pers├Ânlichen Weihnachtsgr├╝├če verschickte, machte Dietmar noch einen Dinghi-Ausflug an Land. Nach einem ausgiebigen Weihnachtsbad im erfrischenden Wasser und einer nachfolgenden ausgiebigen S├╝├čwasserdusche waren wir ausgehfertig.
Am Dinghi-Steg war schon einiges los und wir hatten M├╝he, einen sch├Ânen Platz f├╝r unser Dinghi zu finden. Aber irgendwann dachten wir, dass wir unser Schlauchboot so sicher festgemacht hatten, dass wir es alleine r├╝cklassen konnten. Diese Annahme stellte sich nachher als falsch heraus, aber das wussten wir ja jetzt Gott sei Dank noch nicht ­čÖü
Das offene Strandrestaurant war sch├Ân dekoriert und jeder Gast bekam einen leckeren, warmen Gl├╝hwein als Aperitif.

KHX_6191

Das h├Ârt sich zwar ziemlich merkw├╝rdig an, aber schmeckte trotzdem sehr lecker. Das Restaurant richtet jedes Jahr ein schwedisch-karibisches Weihnachtsbuffet aus und somit passte es wieder ­čÖé Das Essen war ganz hervorragend. Schon als wir ankamen, wurden die typischen karibischen Grills, die aus halben ├ľlf├Ąssern bestehen, kr├Ąftig eingeheizt und bald duftete es verf├╝hrerisch nach gegrilltem Fleisch und Fisch, aber auch nach den typischen schwedischen Hackb├Ąllchen ­čÖé

KHX_6176

Irgendwann nach dem Dessert fing die Band an zu spielen und jegliche Unterhaltung wurde unm├Âglich. W├Ąre da nicht der heftige Regen gewesen :-), der innerhalb k├╝rzester Zeit die Musikanlage in die Knie zwang. So blieben wir noch ein Weilchen, bis die Band Ersatz beschafft hatte und fl├╝chteten dann vor dem lauten Karibiksound, der unbarmherzig aus den Boxen dr├Âhnte ­čÖé So unbesinnlich sollte Weihnachten dann auch nicht enden.
Zur├╝ck am Dinghi-Steg mussten wir feststellen, dass sich unser Dinghi unter dem Steg verhakt hatte. Nach der Befreiung war zu erkennen, dass sowohl Motor als auch Dinghi kr├Ąftig darunter gelitten hatten. Da war doch eine Menge kaputt gegangen. Immerhin taten Beide noch Ihren Dienst und wir mussten nicht zur├╝ck zur CESARINA schwimmen. Den Schaden wollte Dietmar aber erst morgen fr├╝h begutachten.

KHX_6216

Am n├Ąchsten Morgen betrachteten wir das Ausma├č des Schadens im hellen Sonnenlicht. Eine Halterung des Steuerarms des Au├čenborders war gebrochen, deshalb hing der auch so windschief herunter. Au├čerdem war die Au├čenverkleidung kr├Ąftig zerschrammt. Dietmar machte sich sofort ans Werk, reparierte die gebrochene Halterung mit ÔÇ×PlastikstahlÔÇť und ersetzte die verbogenen 10mm Schrauben durch ein paar neue aus Edelstahl. Jetzt funktioniert er wohl wieder besser als vorher ­čÖé Das l├Ądierte Geh├Ąuse ist vielleicht gar nicht so unpraktisch :-), denn den Au├čenborder klaut jetzt bestimmt keiner mehr ­čÖé
F├╝r den ersten Feiertag hatten wir die SY VIA zum Weihnachtskaffee eingeladen. In einem meiner Geheimverstecke hatte ich noch einen Stollen f├╝r diesen Anlass versteckt. Die Drei hatten die CESARINA auch bisher nur von au├čen gesehen und es war endlich mal Zeit f├╝r eine ausf├╝hrliche F├╝hrung. Danach sa├čen wir im Cockpit zusammen und der Wind versuchte, uns den Stollen vom Teller zu wehen ­čÖé Ich hoffe doch sehr, dass das bald zu Ende geht mit den Christmas Winds ­čÖé

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.