Über den Wolken

Wenn das Wetter an der Küste eher ungemütlich aussieht und dichte Wolken den blauen Himmel verdecken, gibt auf Teneriffa eine ideale Möglichkeit, dem Grau zu entfliehen. Meistens hängen die Wolken die eine freie Sicht auf die Sonne versperren, auf einer Höhe von 1000 bis 2000 Metern. Teneriffa hat aber eine Menge hoher Berge und Vulkane zu bieten, auf die man hinauf über die Wolkendecke flüchten kann. Genau deshalb hatten wir für den heutigen eher grauen Tag einen weiteren Ausflug in den Teide-Nationalpark geplant. So „schlängelten“ wir uns mit unserem Fiat Panda wieder hoch hinauf ins Gebirge und durchfuhren irgendwann die letzten grauen und feuchten Wolken. Dann endlich waren wir im strahlenden Sonnenschein angekommen. Unter uns breitete sich die geschlossene Wolkendecke wie ein Teppich aus. Ein Anblick, den wohl jeder aus dem Flugzeug kennt.

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Trotz der guten 2000 Höhenmeter war es in der Sonne sehr angenehm warm. Nach diesem ersten Fotostopp folgten wir der einzigen Straße in den Teide-Nationalpark. Die Luft war hier oben wunderbar klar und der Himmel strahlte tiefblau. Die Landschaft, die die Vulkanausbrüche hier oben erschaffen hatten, reichte von bizarren, spitzen Lava-Steinfeldern über flache, schwarze und graue Sanddünen bis hin zu grünlichen schimmernden Felsbrocken. Diesen beeindruckenden Bildern konnte sich nicht mal Dietmar entziehen und hier oben brauchen wir auch unser Lieblingsthema „Müssen wir denn schon wieder anhalten und eine Foto machen?“ nicht zu diskutieren 🙂 Nach knapp einer Stunde erreichten wir das Besucherzentrum inklusive einem Café und beschlossen, eine Mittagspause in der Sonne einzulegen. Vorher machten wir noch einen kurzen Abstecher in den Souvenir-Shop. Hier wurde Dietmar schnell fündig. Da wir aber vorhaben zukünftig in eher wärmeren Gefilden zu segeln, konnte ich ihn doch davon überzeugen, dass diese tolle Mütze bei uns an Bord keinen Sinn macht.

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Von unserem Platz in der Sonne auf der Terrasse des Cafés hatte man eine tolle Aussicht auf den Gipfel des Teides. Dieser befand sich ungefähr noch weitere 1500 Meter über uns und war leicht mit Schnee bedeckt. Nicht weit entfernt sahen wir die Seilbahn, die fast ganz hinauf auf den Gipfel führte. Die Gondel erschien uns wirklich winzig klein gegen den massiven Berg. Das mussten wir uns genauer anschauen und machten uns auf den Weg.

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Obwohl an der Talstation noch angenehme Temperaturen herrschten, wurde man schon auf großen Tafel gewarnt :  Auf dem Gipfel: 5° und 40 km/h Wind !!!! Huii, doch auch ein bisschen Winterfeeling. Wir waren gut vorbereitet. Dick eingepackt standen wir keine fünf Minuten später mit den Füssen im Schnee und bestaunten die tolle Aussicht.

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Ein schmaler Pfad führte um den Krater herum , dem  wir erstmal in der Hoffnung, dass es sich um einen Rundweg handeln würde, folgten. Nach gut 25 Minuten gaben wir diese Hoffnung aber auf und drehten um. Dieser Weg führte ganz eindeutig zurück zu Talstation! Im Reiseführer hatte ich gelesen, dass man ungefähr fünf Stunden dorthin unterwegs sein würde. Das hatten wir so nicht geplant, denn wir hatten doch schon die Rückfahrt mit der Seilbahn bezahlt 🙂

Auf dem Rückweg zur Station ging es gefühlter Maßen die ganze Zeit bergauf und die dünne Luft machte uns beiden sehr zu schaffen. Wir kämpften ja beide schon die ganze Zeit gegen unseren bösen kanarischen Husten, der sich auch trotz intensiver „Sonnentherapie“ nicht auskurieren lassen wollte. Gut, das wir unsere Reise im Auto fortsetzen konnten 🙂

Am Ende des Nationalparks konnte man auf einem der Bergrücken mehrere ungewöhnlich aussehende Gebäude sehen. Es handelte sich um das „Izana Atmospheric Reseach Center“. Hier oben kann man wegen der besonders reinen und somit klaren Luft und dem meist wolkenlosen Himmel besonders gut die Sterne und das All erforschen.

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Mit der klaren Sicht war es dann für uns leider schon kurze Zeit später vorbei, denn es ging wieder bergab 🙂 So kamen wir zurück an die Küste unter den dichten Wolken und mit Nieselregen. Heute hatten wir dem Regenwetter erfolgreich ein Schnäppchen geschlagen! Mal sehen, ob wir morgen auch wieder so erfolgreich sein werden.

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