Der krönende Abschluss :-) :-) :-)

An unserem letzten Wochenende auf Santa Maria wollten wir tauch-technisch noch einmal alle Register ziehen. Am Samstag war eine Tour nach Ambrosia geplant und Sonntag sollte es dann (endlich) nach  Formigas gehen.

Das Tauchboot war an diesem Samstagmorgen schon mit sieben “Mann” beladen, als wir vorne am Steg abgeholt wurden. Ganz schön kuschelig für uns Nebensaisontaucher :-), aber alle waren sehr nett und es herrschte kein Durcheinander 🙂

Am Tauchplatz angekommen bot sich uns folgendes Bild:

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Nein, dass war kein einsamer Hai, der da seine Runden drehte 🙂 Schon an der Wasseroberfläche konnten wir die ersten beiden Mobulas (Teufelsrochen) sehen. Da kam jetzt doch etwas Hektik auf. Jeder wollte zuerst im Wasser sein 🙂 Um allen Tauchern eine auch eine gute Sicht zu ermöglichen, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. So hing die eine Hälfte vorne am Ankerseil, während die andere an der extra von Steffen ausgebrachten Leine am Heck des Bootes “hing”. Wegen der Strömung sollten wir auch möglichst an der Leine bleiben 🙂 Diese Anweisung galt natürlich auch für Fotografen. Aber wie man an diesem Bild sehen kann, nehmen es manche mit den Sicherheitsanweisungen nicht sehr genau 🙁

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Nach einem großen Schwarm Hochsee-Barakudas und Makrelen kamen sie dann wieder: die Mobulas 🙂 :-):-)

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Erst einmal zwei und dann ein ganzer Schwarm. Und sie waren wirklich nicht schüchtern 🙂

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Gut eine Stunde lang konnten wir das beeindruckende Schauspiel genießen, mindestens genauso gut oder noch besser als beim ersten Mal. An solch beeindruckenden Tieren kann man sich einfach nicht satt sehen 🙂 Auf dem Rückweg machten wir noch einen entspannten Kontrast-Tauchgang an der Küste entlang 🙂

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Hier waren dann wieder gute Augen gefragt, um die Tiere in ihren Felsenverstecken zu entdecken 🙂

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Zurück in der Marina waren wir beide, warum auch immer, so platt, dass wir nach dem Abendessen um kurz nach neun ins Bett fielen. Tauchen ist schon Sport – irgendwie 🙂

So war es am Sonntag auch fast kein Problem, dass der Wecker schon um halb sieben klingelte. Die restliche Truppe machte aber noch einen recht verschlafenen, wenn auch gut gelaunten Eindruck, als wir gegen acht Uhr im Tauchboot Richtung Osten an der Insel entlangfuhren.

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Dann kam aber plötzlich Leben in die Truppe. Etwas entfernt wurden große Vogelschwärme gesichtet :-). Und wo Vögel in Aktion sind, sind auch fast immer Delfine 🙂 Daher machten wir einen kleinen Umweg, der sich lohnen sollte 🙂

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Ein wildes Durcheinander von Vögeln und Delfinen 🙂 Schnell wurden die Schnorchel klar gemacht und es ging mitten hinein ins Gewimmel. Wir mussten uns beeilen weil die Delfine ein Baby dabei hatten und recht bald wieder abtauchen würde.

Circa 30 Minuten später erreichen wir unser dann unseren Tauchplatz. Die Formigas bestehenden aus einigen Felsbrocken mitten im Atlantik, die nur 5 Meter aus dem Wasser herausragen. Erfreulicherweise sind sie zur Sicherheit mit einem Leuchtturm bestückt 🙂 Da freut sich doch die Seefahrergemeinde.

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Während unseres ersten Tauchganges erkundeten wir die Steilwand an der Ostseite des Inselchens. Hier draußen auf See war alles bewachsener und “grüner”als in Landnähe :-). Muränen gab es so viele, dass wir irgendwann sogar das Zählen einstellten 🙂

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Höhepunkt des Tauchgangs war aber ein gut 40 Zentimeter großer Drachenkopf in 25 Metern Wassertiefe. Gewöhnlich findet man sonst eigentlich nur die kleineren Exemplare 🙂 Und geduldig war er auch noch 🙂

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Den zweiten Tauchgang machten wir am Canyon im Süden von Formigas. Die Oberfläche der Felsrückens war auch hier wunderschön bewachsen und zahlreiche kleine, bunte Fische schwommen in ihrer großen und bunten Vielfalt durch das tiefe Blau.

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Unser Anker hatte sich keinen besonders sicheren Platz in einer Felsspalte gesucht. Das musste natürlich erst einmal gerichtet werden und bei der herrschenden Strömung, waren für diese Aufgabe  zwei starke Männer nötig 🙂

Und dann ging es endlich los 🙂 Hinter dem nächsten Felsvorsprung lauerte schon der erste Riesen-Zackenbarsch. Und es sollte nicht bei dem Einen bleiben.  Sechs Exemplare der imposanten Tiere in nahezu ausgewachsenem Stadium bekamen wir zu Gesicht. So ein Zackenbarsch kann eine Größe von bis zu 1,60 Meter erreichen!

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Und sie waren auch erstaunlich zutraulich oder eher schon neugierig.

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Besonders dieser Bursche hier 🙂 Während Dietmar versuchte, eine bildhübsche Tigermuräne mit Kamera und Taschenlampe ins rechte Licht zu rücken, war der Bursche schon so weit herangekommen, dass ihm Dietmar mit den Flossen schon fast auf dem Kopf herumpaddelte 🙂 Das hat ihn aber nicht besonders beeindruckt.

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Ein krönender Abschluss, bei dem unser Starfotograf unter Wasser fast die Zeit vergaß. Bilder von Zackenbarschen (von oben, von der Seite, von vorne, von unten) haben wir jetzt auf jeden Fall genug für die nächste Zeit 🙂

Nach dem Tauchen setzten wir uns im Clube Naval noch auf eine Runde Bier zusammen. Es wurde für uns  wieder einmal Zeit Abschied zu nehmen 🙁 Immer wieder blöd, besonders nach einer so schönen Zeit. Steffen schenkte uns noch drei Melonen von der Insel Santa Maria als Reiseproviant. Da kann ja morgen bei unserer Überfahrt nach Sao Miguel nichts mehr schief gehen 🙂

 

 

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