Eine lustige Inselrunde :-)

Gestern hatten wir schon viel gesehen, aber auch heute waren wir noch einmal mit dem Auto auf Terceira unterwegs. Diesmal zusammen mit Katya & Per von der SCARLET :-). Das würde sicher lustig werden.

Unser Ausflug begann mit Startschwierigkeiten. Auf einer kleinen Landstraße steckten wir plötzlich in einer Kuhherde fest und die lange Schlange wollte einfach kein Ende nehmen. Geduldig warteten wir am Straßenrand und wurden von den passierenden Rindviechern ungläubig angestarrt. Als ich es wagte das Auto zu verlassen, machten die Kühe einen ganz weiten Bogen um uns. So komische Touristen wie wir schienen bei ihnen nicht oft vorbei zu kommen.

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Oben am ersten Aussichtspunkt angekommen mussten wir feststellen, dass von unserem Auto jetzt eine ganz besondere Duftwolke ausging. Den klaut jetzt bestimmt niemand mehr und wenn wir ihn parken, bräuchte man nur seiner Nase zu folgen, um ihn wieder zu finden 🙂

Unsere “kuhbedingte” Wartezeit hatten die azorischen Wolken genutzt, den vorher wolkenfreien Aussichtspunkt schon mal auf einer Seite in Watte zu verpacken 🙁 Wer will auch schon in beide möglichen Richtungen schauen, wenn die eine schon so schön ist 🙂

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Die Aussicht zum Meer war also wieder versperrt. Azorische Wolken scheinen Fotografen einfach nicht zu mögen 🙁 und bemühen sich, immer vor ihnen den Berggipfel zu erreichen 🙂

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Weiter ging es entlang der Küste. Biscoito war uns nächstes Ziel. Hier konnte man wohl schön in den Weinbergen wandern und ein Weinmuseumes gab dort auch . Auch auf den Azoren haben Museen am Montag geschlossen :-(. Dann also doch wandern gehen? Mitten im Ort fanden wir dann schließlich die Karte der möglichen Wanderwege. Nur eine Kleinigkeit fehlte: Unser Standort 🙂 Da wir uns nicht einigen konnten, welche nun die richtige Richtung wäre, vertagten wir das Wandern auf einen späteren Zeitpunkt und auf sichere Gelände. Nicht das wir auf so einer kleinen Insel auch noch verloren gehen würden 🙂

Nicht weit entfernt lag ein Aussichtspunkt an der Küste. Zeit für eine kleine Fotosezession. Hier ein paar Highlights 🙂

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Keine Sorge, der Skipper wird nicht springen 🙂 Er genießt nur die Aussicht

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Das Denkmal ist eine tolle Bühne. Zwei Szenen mit wechselnden Akteuren.

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Und dann noch einmal mit einer schönen Aussicht 🙂 Eigentlich kann man ja nie genug Fotos haben, aber irgendwann wurde es den Herren dann doch zu viel.

Weiter ging es zur Westseite der Insel. Und schon wieder trafen wir auf ein traumhaftes Fotomotiv 🙂 Ein ganzer Wald von Zylinderputzer-Bäumen. So war der nächste Foto-Stopp fällig. Unsere beiden Herren der Schöpfung hatten es heute wirklich schwer.

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Mittlerweile war es schon deutlich nach Mittag und Fotografieren macht einfach hungrig. So machten wir uns auf zur nächsten größeren Stadt und suchten uns ein Restaurant. Nach einigen kleinen Snack-Bars wurden wir fündig. Versteckt etwas neben der Hauptstrasse lag ein kleines Restaurant. Von außen sah es echt nett aus, aber irgendwie auch verschlossen. Im Fenster fanden wir einen Hinweis auf den “Tripadvisor”. Da waren wir doch sehr überrascht. Als wir die Tür öffneten, zeigte sich ein hübscher Gastraum. Leider war der völlig überfüllt. Die Bedienung kam sofort herbei gelaufen und fragte, ob wir reserviert hätten ??? Reserviert????? An einem Montagmittag irgendwo im Nirgendwo???? Hatten wir natürlich nicht 🙁 “Dann wäre leider nichts zu machen!” Schade! 🙁

Hungrig fuhren wir weiter und landeten letztendlich in Angra de Heroism, der Inselhauptstadt. Hier bekamen wir auch um drei Uhr noch ein Mittagessen 🙂 Gestärkt gingen wir hinunter zur Marina denn in ein paar Tagen wollten wir mit der SUMMER hier auftauchen. Leider war aber keine Liegeplatzreservierung möglich.

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Auch heute Abend wollten wir noch einmal zum “Stierkampf”, der ja wir jetzt wissen kein Kampf auf Leben und Tod ist. Diesmal sollte er direkt in Praia stattfinden. Nur den genauen Ort konnten wir auf keiner Karte finden. Zurück in der Stadt hofften wir, dort irgendwelche Hinweise zu finden. Gestern ist es ja auch ganz einfach gewesen. So hatten wir eine gesperrte Hauptstraße im Sinn und viele Menschen, die eilig diesem Ziel entgegenstrebten. Aber wir fanden nirgendwo einen Hinweis. Auch Passanten auf der Straße schickten uns mal in die eine, mal in die andere Richtung 🙁

Aber irgendwann trafen wir einen wirklich Kundigen, die uns mit seiner wunderbar eindeutigen Zeichnung auf einem Bierdeckel mitten hinein in die Pampa schickte. Und dort waren wir dann richtig 🙂 In einem kleinen Dorf stand am Straßenrand ein Imbisswagen und ein Pick-Up, von dessen Ladefläche aus Bier verkauft wurde. Drumherum standen keine fünfzig Leute, die auf das Spektakel warteten. Unterhalb der Straße, nur durch eine niedrige Steinmauer getrennt, lag eine große Wiese – der Ort des Geschehens :-). Das war ja mal ziemlich ursprünglich 🙂

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Die Stiere warteten in Ihren großen Transportboxen schon auf ihren Auftritt. Wieder waren starke Männer dafür verantwortlich, dass der Stier nicht auf und davon lief. In diesem Fall waren sie mit grünen Polohemden bekleidet und zu dritt.

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Gleich zu Anfang bekam man leichte Bedenken, ob die Herren den Stier wirklich im Griff hatten 🙂 Vielleicht war es eher umgekehrt.

Hoffentlich war das Mäuerchen auch hoch genug. Irgendwie bereute ich meine heutige Kleiderauswahl etwas. Nicht, dass das wehende, rote Kleid versehentlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit des Stieres geriet. Mit Per (im roten T-Shirt) diskutierte ich schon mal kurz eventuelle Fluchtmöglichkeiten. Der Pick-Up war ja nicht so weit entfernt 🙂

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Auch die angetretenen Matadoren waren spielten in einer anderen Altersklasse als die von gestern, aber sie schlugen sich tapfer. Außerdem verstanden sie ihr Handwerk. Als der kleine Kerl stolperte und zu Boden ging, rollte er sich gleich zur Kugel zusammen und rührte sich nicht mehr. So wurde er sofort langweilig für den Stier, der sich nach anderen Opfern umsah. Denen blieb oft nur die Flucht in höhere Sphären 🙂

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Nach zwei Runden mit zwei verschiedenen Stieren hatten wir genug. Den letzten Abend mit Katya und Per wollten wir noch auf der SCARLET verbringen mit selbst gekochten Garnelen mit Spezialsauce. Da die beiden schon am Vormittag ihren Rückflug hatten, war der Abend zwar nicht besonders lang, aber wie immer lecker 🙂 und lustig.

 

 

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