Mein zweiter 39. Geburtstag :-)

Eine Frau kann mit 19 entzückend, mit 29 hinreißend sein, aber erst mit 39 ist sie absolut unwiderstehlich. Und älter als 39 wird keine Frau, die einmal unwiderstehlich war!
Coco Chanel

Mein zweiter 39. Geburtstag, weit weg von Deutschland, begann eigentlich wie jeder andere Tag auch. Irgendwann kitzelte uns die Sonne wach und es wurde Zeit für ein gemütliches Frühstück. Nicht der schlechteste Start in einen Tag 🙂 Dietmar düste los, um für unser Frühstück frische, warme Brötchen zu holen und überraschte mich mit einem Stück Geburtstagskuchen. Trotz des wunderbaren Morgens wirkte er aber irgendwie angespannt. Des Rätsels Lösung war mein Geburtstagsgeschenk, das nicht wie geplant auf dem Frühstückstisch lag, sondern noch irgendwo mit der portugiesische Post unterwegs war. Da musste ich mich wohl noch etwas gedulden….aber davon lässt man sich ja nicht die Laune verderben.

So freute ich mich über die vielen Anrufe, Email und Nachrichten, die mich an diesem Tag erreichten. Trotz der großen Entfernung sind wir wohl noch nicht in Vergessenheit geraten. Das für den heutigen Tag bestellte, schöne Wetter wurde nach einigen kurzen Schauern dann gegen elf Uhr geliefert. Somit stand unserem Nachmittagstauchgang nichts mehr im Wege. Mal sehen, was wir heute da draußen zu sehen bekommen würden.

Pünktlich um zwei Uhr trafen wir an der Tauchschule ein und waren schon kurze Zeit später zu acht unterwegs zu unserem Tauchspot. Diesmal mussten wir die schwierige Aufgabe gewältigen, uns auf dem engen Boot komplett mit Tarierweste, Flossen und Flasche anzuziehen. Eine sportliche Leistung, bei der es im 7mm-Neoprenanzug ganz schnell sehr warm wurde 🙂 So freuten wir uns, als wir endlich in James-Bond-Manier per Rolle rückwärts über die Bordwand ins Wasser kippten. Das Wasser war wirklich wunderbar erfrischend.

Wie in dem ausführlichen Briefing in der Tauchschule besprochen, teilten wir uns jetzt in zwei Gruppen auf. Wir waren heute mit Marco unterwegs. Unser Tauchgang sollte bis auf maximal 18 Meter Tiefe gehen, denn tiefer durften wir mit unserem Tauchschein ja noch nicht. Normalerweise ist das Abtauchen mein größtes Problem, aber heute sank ich wie ein Stein nach unten. Gut, das wir gestern nicht an der Steilwand getaucht sind. Da geht es bis auf 40 Meter Tiefe ziemlich steil nach unten. Wer weiß, wohin ich da verschwunden wäre 🙂

Unter Wasser waren die Bedingungen gut. Hier draußen lernten wir das erste Mal Unterwasserströmungen kennen, die sich aber problemlos meistern ließen. Außerdem trafen wir wieder viele interessante Kreaturen. Schade, dass wir keine geeignete Unterwasserkamera hatten, um das alles mal festzuhalten. Unsere wasserdichte Pentax war nur für Wassertiefen bis 12 Meter zugelassen. Das war ein bisschen zu wenig.

Als wir am Ende des Tauchgangs wieder an der Oberfläche auftauchten, wartete das Boot schon auf uns. Im Wasser noch befreiten wir uns von der schweren Ausrüstung und reichten diese nach oben. Danach mussten wir nur noch selber hinterher. Ich bevorzugte die Badeleiter (ich bin doch eher ein fauler Mensch), während Dietmar sich mit drei kräftigen Flossenschlägen die Bootswand hinaufarbeitete. Nach kurzer, schneller Fahrt erreichten wir den Hafen und saßen nach dem Umziehen noch länger zusammen, um die beobachteten Fische zu bestimmen.

Um halb sieben hatten wir uns mit der Crew der  SY INFINITY und der SY HAPA NA SASA zum Abendessen im Hafenrestaurant verabredet. Vorher wollten wir noch kurz mit Urte von der SY HAPA NA SASA mit dem Mietwagen zum Einkaufen fahren. Die Familie war ja erst gestern angekommen und musste Ihren Kühlschrank wieder auffüllen. Außerdem war ich um das leibliche Wohl meines Ehemannes besorgt: Nicht dass Dietmar in der nächsten Woche verhungern musste, wenn ich in Deutschland weilte.

Der Weg zum Supermarkt war nur ein Katzensprung, aber wollte erstmal gefunden werden. So hatten wir nur 30 Minuten Einkaufszeit, um im Hafen nicht nach unseren Gästen im Restaurant zu erscheinen. Blitzschnell füllten wir unsere Einkaufswagen und schon bald war alles im Auto verstaut. Die Ausfahrt aus dem Parkhaus gestaltete sich dann aber unerwartet schwierig. Nirgends war ein Automat zur Bezahlung des Parkchips zu sehen und niemand den man fragen konnte weit und breit. Urte nahm das Problem in die Hand und erschien schon kurze Zeit später mit dem bezahlten Chip. Den Automat hatte der Betreiber im Erdgeschoss gut versteckt 🙂 Auf dem Heimweg gerieten wir statt auf die Autobahn noch auf eine idyllische Landstraße, die uns nochmal einen malerischen Umweg bescherte. Immerhin konnte Urte so schon einen ersten Eindruck von der Schönheit Madeiras gewinnen. Trotzdem waren wir kurz vor unseren Gästen am Hafen. Da Segler ja ein sehr entspanntes Völkchen sind, durften wir sogar noch schnell die Einkäufe im Schiff verräumen.  Dietmar fiel auch ein Stein vom Herzen, als er bei der Rückkehr auf unsere SUMMER endlich das langersehnte Paket vorfand. So bekam ich (zwar nach dem Geburtstagstauchgang) eine tolle Tauchkamera, wasserdicht bis 58 Meter mit HighTech-Gehäuse. Jetzt werden zu den ganzen Fotos, die ich an Land mache nochmal mindestens genau so viele Unterwasserbilder dazu kommen. Ich freue mich schon auf die ersten Fische, die mir vor die Linse schwimmen werden.

Dann begann endlich der entspannte Teil des Abends. Leider ohne die Crew der JOY OF LIFE, die ja gestern in Richtung Kanaren abgefahren ist, saßen wir an diesem lauen Abend noch lange draußen und feierten meinen runden Geburtstag ausgiebig.

Ich danke allen, die an mich gedacht haben und in irgendeiner Form dazu beigetragen haben, dass der Tag so schön geworden ist, wie er war. Ich freue mich schon sehr auf meinen nächsten 39. Geburtstag 🙂

 

 

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