Und über Wasser?????

Heute war dann der Tag, die “über Wasser”-Erkundung zu starten. Hochmotiviert kümmerten wir uns erst einmal um ein Auto und waren am frühen Nachmittag wie geplant mobil 🙂 Bus fahren ist auf Santa Maria wohl möglich, aber doch eher schwierig 🙂 Da das Wetter heute noch nicht so prickelnd war, hatten wir den Wagen extra so gemietet, dass wir morgen Vormittag auch noch was unternehmen konnten :-). Sicherheitshalber 🙂

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Die Insel Santa Maria gibt einen wirklich schönen und informativen Reiseführer heraus. Viele interessante Plätze werden dort sauber durchnummeriert mit Fotos gezeigt und ausführlich beschrieben. Der einzige Nachteil: Man kann nirgends finden, wo sich die Orte auf der Insel verstecken 🙁

Da aber die Straßen auf der Insel nur sehr spärlich beschildert sind, kamen wir sowieso nicht immer dort hin, wo wir eigentlich hin wollten 🙂

Eher zufällig stolperten wir über die Kapelle unserer heiligen Seniora von Fatima. Eigentlich waren auf der Suche der roten Sandwüste, die sich irgendwo im Norden der Insel verborgen hielt. Groß konnte sie daher wohl nicht sein. Mal sehen, ob wir die noch finden würden 🙂

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Heute hatte das Wetter eindeutig den Wetterbericht gelesen und die Regenwolken, die am Nachmittag den Regen bringen sollten, waren schon da. Aber es war noch trocken und warm, nur die Aussicht war etwas eingeschränkt 🙁 Schade, denn die Küste ist wirklich beeindruckend mit den schroffen Felsen und dem karibisch-türkisfarbenen Wasser. Das kommt jetzt auf den Bilder nicht ganz so deutlich heraus 🙂

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Auf Santa Maria wird, wie auch auf Pico, an allen Berghängen Wein angebaut. Die Häuser sind hier im Allgemeinen weiß gestrichen und fast alle sehr gepflegt.

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Unser letztes Ziel auf unserer Tour war Sao Lourenco ganz im Nordosten der Insel. Von einem Aussichtspunkt aus kann man an sonnigen Tagen wohl große Teile der Ostküste überblicken.

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Als dann der angekündigte Regen einsetzte, beendeten wir unseren Ausflug und fuhren nach Vila do Porto zur Marina zurück. Am Abend waren wir mit Steffen, seinen Eltern und dem restlichen Team von Wahoo-Diving zum Essen verabredet. Dafür wollten wir uns in Maia im Restaurant “O Grota”  treffen. Eigentlich erst ab 1. Juli geöffnet, machte die Wirtin für uns aber eine Ausnahme.

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Nach unserer Regenpause auf dem Boot machten wir uns gegen halb auch auf den Weg. Leider regnete es immer noch :-(. Aber wir wollten ja nur Essen und das  an einem Tisch der hoffentlich im Haus steht 🙂 Der Weg über die kleine Insel zog sich kräftig in die Länge und nachdem wir länger hinter einer Herde Kühe festgesteckt hatten, kamen wir ganz “undeutsch” tatsächlich etwas zu spät. Da aber alle im “Kuh-Stau” gesteckt haben, fiel es gar nicht weiter auf 🙂 – Inselleben eben 🙂

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Der Abend war lustig und das Essen hervorragend. Es gab Fisch nach altem Familienrezept im Topf mit Kartoffeln, Tomaten und Gewürzen geschmorrt. Sehr lecker, aber ich persönlich bevorzuge bei dieser Zubereitungsweise eher Tintenfisch 🙂 Da muss man nicht so viele “Gräten” im Heuhaufen suchen 🙂

Am nächsten Morgen machten wir uns früh in Richtung Santo Espirito auf den Weg. Dort sollte es die beste Bäckerei auf der Insel geben und wir wollten dort auch frühstücken.  Obwohl Santo Espirito nur aus einigen wenigen Häusern und einer Kirche besteht, mussten wir trotzdem in einer Bar erst nach der Bäckerei fragen. Aber die Sucherei hatte sich wirklich gelohnt. Wenig später saßen wir mit unseren Leckereien in Maia am Wasser in der Sonne und ließen es uns schmecken 🙂

Im Hinterzimmer der Bäckerei standen mehrere Webstühle, an denen in Handarbeit feine Decken und Tücher hergestellt werden, ganz wie in alten Zeiten.

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Maia ist ein besonders schönes Dorf an der Ostküste. Gestern Abend war uns das vor lauter Regen gar nicht aufgefallen. Bei Sonnenschein sah die Welt sowieso gleich ganz anders aus 🙂

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Am Ende des Dorfes findet man neben dem obligatorischen Picknickplatz einen Wasserfall. Trotz der Regenfälle der letzten Tage war die Wassermenge nicht sehr ergiebig, die von der Felswand gute 110 Meter in die Tiefe rieselte. Der Winter war wohl auch auf Santa Maria ein wenig zu trocken gewesen. Trotzdem ein toller Ort 🙂

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Die Weinberge des Dorfes ziehen sich sauber und akkurat die Berghänge hoch. Das Anlegen der Mauern muss für die Männer eine sehr harte Arbeit gewesen sein :-(. Aber es sieht wirklich toll aus.
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Ganz am Südostzipfel der Insel liegt der Leuchtturm “Ponta de Castelo” und die alte und verlassene Walfangstation von Santa Maria. Gut dass diese Tiere generell nur noch mit der Kamera gejagt werden dürfen 🙂

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Wenn man auf den Azoren einen wolkenfreien Tag hat, sollte man direkt auf den nächsten Berg fahren und die Aussicht genießen. Man weiß nie, wann die Gelegenheit wieder kommt. 🙂 Der höchste Berg auf Santa Maria ist der Pico Alto mit knapp 600 Metern.

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Von der kleinen Aussichtsplattform kann man rundherum die Ganze Insel sehen 🙂

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Bevor wir den Mietwagen wieder abgeben mussten kauften wir in Vila do Porto noch ein paar frische Kleinigkeiten ein, und gaben ihn dann am Flughafen pünktlich ab.

Hier stehen die Türme für die Flugüberwachung aus der “Gegenwart und Vergangenheit” in trauter Eintracht nebeneinander. Warum auch abreißen, es ist doch genug Platz da 🙂

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