Endlich zurück – Zeit für die erste Entdeckungstour

Nach zwei Tagen zurück in der Wärme hatte ich mich schon wieder etwas akklimatisiert und am Sonntag gegen Mittag stand mir der Sinn danach, die Umgebung des Hafens näher zu erkunden. Nach einem kurzen Rundgang durch die sehr gepflegte Appartementsiedlung mit einem Kinderspielplatz und einem kleinen Supermarkt gingen wir zusammen an den Strand. Wenn man der Küste weiter folgen würde, könnte man Maspalomas bestimmt in einer guten halben Stunde erreichen. So dachten wir jedenfalls.

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Da hier am Hafen nicht so viel Abwechslung geboten wurde, stand uns der Sinn nach Stadt und Menschen. So zogen wir nach dem Adventskaffee mit mitgebrachten, selbstgebackenen Keksen gemeinsam los. Leider war ein langer Küstenabschnitt bei dem momentanen Wasserstand zu Fuß nicht passierbar. Da Umkehren für mich aber nicht in Frage kam entschied ich, dass wir ja auch oben auf der Klippe entlang laufen könnten – der dort oben so wunderbar grün und gepflegt angelegte Golfplatz sah auch viel einladender aus. Und eingezäunt war er auch nicht. Was sollte also passieren? Da ich einfach losstiefelte, folgte Dietmar mir dann doch schimpfend und zeternd, da er keine Lust hatte von den Golfern eins auf die Mütze zu bekommen.

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Die Golfer beäugten uns zwar misstrauisch, aber anscheinend sahen wir so ungefährlich oder vielleicht auch gefährlich aus, dass niemand wagte, uns anzusprechen. Auch hatten wir Glück, denn alle Spieler schienen ihr Handwerk so weit zu verstehen, dass wir nicht von einem Querschläger abgeschossen wurden. Nach einer knappen Viertelstunde näherten wir uns unbehelligt dem Ende des Golfplatzes. Soweit war ja alles schon mal gut gegangen. Jetzt tauchte aber ein neues Problem in Form eines zwei Meter hohen Drahtzaunes am Ende des Platzes auf. Das wäre jetzt aber wirklich nicht nötig gewesen L Gerade als wir uns entschieden hatten umzukehren, entdeckte ich eine große Lücke im Zaun. Auf der anderen Seite befänden wir uns dann zwar in einem derzeit trockenen Regensammelbecken, aber die letzten Meter bis zur Strandpromenade sollten wohl auch noch zu meistern sein. Und wie so oft im Leben, löste sich dieses Problem Sekunden später von selbst…

“Wenn Ihr auf die Promenade wohl, geht Ihr hier am besten durch den Abwassertunnel! Danach kann man dann auf der linken Seite bequem die Mauer raufklettern.“ Ertönte eine Stimme aus dem Dunkel. Ok, was nun? Ignorieren oder hingehen? Wenn man so freundlich auf Deutsch angesprochen wird, ist man auf jeden Fall erstmal neugierig. Im Inneren des Tunnels hatte es sich ein Obdachloser häuslich eingerichtet. Dieser erklärte uns bereitwillig und sehr höflich den weiteren Weg. Völlig perplex fanden wir uns keine drei Minuten später auf der Promenade wieder.

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Nach dem kleinen Abenteuerausflug genossen wir noch den Bummel auf der belebten Promenade mit ihren Restaurants, Hotels und Geschäften. Zurück zum Hafen wählten wir aber wegen der einbrechenden Dunkelheit eine weniger aufregende Reiseroute. Mit dem Taxi ging es gefahrlos über die beleuchtenden Straßen zurück auf die SUMMER.

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Zum Abendessen gönnten wir uns etwas ganz Besonderes: Eine Dose der von Kerstin und Tommy mitgebrachten bayrischen Weißwürste mit süßem Senf. Anfangs standen wir den „Dosen-Weißwürsten“ noch etwas reserviert gegenüber, schließlich waren wir ja nur echte und frische Weißwurst vom Dorfmetzger in Allershausen gewöhnt. Aber schon nach dem ersten Bissen genossen wir echtes Bayern-Feeling bei abendlich angenehmen 20°C auf Gran Canaria.

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