Wir bekommen Besuch und müssen auch bald schon wieder Abschied nehmen :-) :-(

Nach dem ersten Ausflug gestern ließen wir die Woche erstmal wieder etwas ruhiger angehen. Für heute standen nur die Organisation eines Mietwagens und etwas Internetarbeit auf der „to-do-Liste“. Außerdem wollte der Reiseführer ausgiebig studiert werden, um in den nächsten drei Auto-Tagen möglichst viel von der Insel zu erkunden.

Für den späten Nachmittag hatte sich die CAYLUNA angekündigt, die auf ihrem Weg zu den Kap Verden noch einen kurzen Zwischenstopp in Pasito Blanco einlegen wollte. Darauf freuten wir uns natürlich besonders. Besonders deshalb, da es ja vorerst unser letztes Treffen sein würde. Erst Ende 2015, wenn auch wir den Atlantik überquert haben werden, werden wir uns wiedersehen.

So standen wir schon erwartungsvoll am Steg und nahmen die Leinen an. Obwohl wir uns zwar erst am Freitagabend das letzte Mal gesehen hatten, war die Freude groß. So ließen wir die Drei erstmal ihre letzten Vorbereitungen erledigen, bevor wir mit einer Flasche Weißwein zum Abendessen an Bord auftauchten. Birgit hatte für uns alle einen tollen Auflauf gezaubert, der auch restlos verputzt wurde. Viel zu schnell verging die Zeit. Als dann der Brotbackautomat der CAYLUNA sein Werk vollendet hatte und ein frisches duftendes Brot für die Überfahrt fertig in der Pantry lag, beendeten wir den netten Abend. Für morgen wollten ja alle fit uns ausgeruht sein.

Die CAYLUNA wollte morgen früh nicht gleich bei Sonnenaufgang starten. So mussten wir nicht wie bei der JOY OF LIFE extra den Wecker stellen, sondern standen nach unserem Frühstück sogar noch deutlich zu früh am Nachbarsteg. Unter anderem waren noch ein paar technische Probleme zu lösen, da Frank über Kurzwelle kein Wetter empfangen konnte. Birgit hatte noch eine leckere Suppe vorgekocht und rüstete die Bordküche für die Überfahrt. So war also noch eine Menge zu tun und wir entschieden uns, diesmal nicht mit den Taschentüchern am Steg zu winken, wenn die CAYLUNA die Leinen loswerfen würde. Da ich immer sehr nah am Wasser gebaut bin, wenn sich nur das Wort Abschied am Horizont zeigt, war ich froh, dass mir diese lange Qual erspart blieb.

Wir starteten gegen 10:00 Uhr und machten zu zweit mit dem Auto die Insel unsicher. Zuerst führte uns unser Weg an der Küste entlang Richtung Osten. Die einzelnen hübschen Buchten waren komplett mit Hotels und Appartements bebaut, die sich zum Teil abenteuerlich an die steilen Felswände klammerten. In Porto de Mogan legten wir dann eine Mittagspause ein. Schon von der Straße aus konnte man den großen und belebten Hafen sehen, der uns beiden sehr gut gefiel. Trotzdem waren wir nicht unglücklich, im eher ruhigeren Pasito Blanco gelandet zu sein, denn ein steter Strom von Touristen zog die ganze Zeit direkt vor den Stegen und den dort festgemachten Booten vorbei. Dort hätten wir uns doch wie auf dem Präsentierteller gefühlt 🙂 Wir gönnten uns in einem Cafe mit Hafenblick noch ein spätes Frühstück, bevor wir dem touristischen Teil von Gran Canaria den Rücken kehren.

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Sobald man mit dem Auto die Küstenstraße verlässt, betritt man eine andere Welt. So schlängelte sich die Straße hinauf in die Berge. Der Verkehr nahm schon nach kurzer Zeit deutlich ab und wir waren fast allein unterwegs. An bizarren Felsformationen in teils schillernden Farben, an Stauseen und Wasserfällen vorbei, führte uns die mittlerweile sehr schmale Straße in die Inselmitte zum Roco Nublo, einem der höchsten Gipfel Gran Canarias.

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Fast vier Stunden kurvten wir entspannt über die Insel, bevor wir gegen sechs Uhr unser Auto wieder auf dem Parkplatz am Hafen unversehrt abstellten. Auch für den heutigen Abend hatten sich wieder Freunde auf der Durchreise angesagt. Die SY INFINITY lag schon auf der anderen Hafenseite. Genau gegenüber von unserem Liegeplatz. An diesem Abend ließen wir die Küche kalt und schlemmten nochmal zusammen beim Italiener in Maspalomas. Da Hille und Tosten begeisterte Golfspieler sind, entschieden sie sich spontan, doch noch einen Tag zu bleiben und eine Runde Golf zu spielen. Den Golfplatz hatten wir ja schon getestet und für „gut“ befunden :-). Somit freuten wir uns auf den unerwartet längeren Aufenthalt und einen weiteren netten Abend.

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