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Kulturschock

Gegen neun Uhr erreichten wir die Hafeneinfahrt von Oostende. Dietmar hatte für uns einen Platz in der Mercator Marina mitten in der Stadt reserviert. Eine Herausforderung für uns, denn eine Schleuse und drei Klappbrücken trennten uns noch von unserem Liegeplatz. Bei dem schönen Wetter war es schon morgens am Hafen recht voll und so waren wir beim Schleusen und beim Passieren der Brücken die Touristenattraktion. Trotz der vielen Beobachter meisterten wir alle Manöver souverän und erreichten endlich unseren Liegeplatz. Im selben Hafenbecken liegt der Dreimaster „Mecator“, der in Oostende wohl sehr bekannt ist.

Scharen von Touristen spazieren auf der Uferpromenade direkt an unserem Boot vorbei. Alles gepaart mit einer Geräuschkulisse aus Autoverkehr und Großstadtlärm. Ein kleiner Schock nach den ruhigen Häfen in England, die meistens ruhig und etwas abgeschieden mitten in der Natur lagen. Aber auf der anderen Seite auch ein toller Startpunkt für den ersten Ausflug, den wir direkt unternahmen. Mit einem hervorragend belegten Baguette und einem Kaffee konnten wir uns gleich besser mit der Situation anfreunden. So erkundeten wir auch nach einer ausgiebigen Mittagpause weiter zu Fuß die Innenstadt und den nahegelegenen Strand. Den schönen Tag ließen wir beim Abendessen an Bord mit frischen Nordseekrabben und Garnelen entspannt ausklingen. Danach war dann Fußball angesagt, denn auch ein Segelboot bleibt von der WM nicht verschont.

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Unser erstes Land haben wir also schon hinter uns gelassen. Darauf stießen wir entspannt mit einer Dose englischen Ales (Old Speckled Hen) an. Es war eine tolle Zeit auf der Insel, viele neue Eindrücke, eine tolle Natur, London und natürlich besonders die Zeit mit Ann und Tom. Von den beiden haben wir ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk erhalten. Eine Flasche guten, australischen Rotwein mit einer handgeschriebenen Gebrauchsanweisung: „To drink when you are on your travel and think of us“. Die wollen wir uns für einen ganz besonderen Moment aufheben. Und an die Beiden denken wir sowieso viel öfter J auch ohne Wein.

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