Reif für die Insel

Bei strahlendem Sonnenschein wollten wir den Vormittag nutzen unsere Vorräte aufzufüllen, bevor die Reise weiter auf die Kanalinsel Guernsey gehen sollte. Nichts leichter als das! Man nehme ein Fahrrad und suche einen geeigneten Supermarkt im nahen Umkreis. Gefühlte 5 Kilometer später…..endlich ein Mini-Carrefour Cité! Winzig klein, völlig überfüllt und Einkaufswagen gab es auch keine. Also der optimale Platz für den entspannten Großeinkauf. Trotz der widrigen Umstände ist es mir gelungen, so viele Lebensmittel und Getränke einzukaufen, dass das Zurückfahren meines Fahrrades nach der Beladung nicht mehr möglich war. Aber immerhin konnte ich es noch sicher zum Hafen zurück schieben 🙂

Zurück am Steg wurde ich schon von der Presse empfangen. Naja…ich glaube, die warteten eher auf den Sieger der “Solitaire der Figaro Regatta”, eines Einhand-Segel-Rennens, dessen letzte Etappe am späten Vormittag in Cherbourg am Nachbarsteg zu Ende gehen sollte. Nachdem wir gespannt den Einlauf der Rennboote verfolgt hatten und auch die Siegerehrung fast vorüber war, war es für uns an der Zeit, sich auf den Weg zu machen.

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Vor so einer Kulisse mit so vielen Zuschauern wollten wir natürlich glänzen. Deshalb nahmen wir uns viel Zeit und besprachen das Ablegemanöver in allen Details. Es sollte ja nicht am nächsten Tag in der Zeitung stehen: “Deutsche Segelyacht versenkt beim Ablegemanöver das Gewinner-Boot des „Solitaire de Figaro”. Souverän und sicher manövrierten wir die SUMMER rückwärts aus ihrer Box und verließen erleichtert den Hafen. Ein Ableger wie aus dem Bilderbuch 🙂

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Unsere Routenplanung stellte sich als goldrichtig heraus. Bald schob uns der Strom kräftig Richtung Guernsey. Als der Wind etwas nachließ, setzten wir noch den Parasailor und versegelten ein paar Boote, die in derselben Richtung unterwegs waren. Der Kapitän war halt mal Rennfahrer, das kann man nicht so einfach ablegen

Vor dem Hafen von St. Peters Port reihten wir uns in die Schlange der Wartenden ein. Der Warte-Ponton war schon sehr gut gefüllt, Boote lagen zum Teil zu zweit und zu dritt im Päckchen. Zwischendrin flitzten die beiden sehr netten Hafenmeister mit ihren Schlauchbooten hin und her und sortierten die Boote nach Tiefgang. Der Yachthafen hat eine Barre, die bei Niedrigwasser verhindert, dass das Hafenbecken trocken fällt. So muss man also warten, bis genug Wasser über dieser Barre steht, um in den Hafen einfahren zu können. Irgendwann war dann auch die Zeit für die Boote gekommen, die 2 Meter Tiefgang wie die SUMMER haben.

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Jetzt liegen wir hier in diesem wunderschönen Hafen mit einer tollen Altstadtkulisse. Überall wachsen Blumen und auch schon die ersten Palmen. Da es schon echt spät ist, werden wir unser Abendessen heute im Hafenrestaurant genießen. Zum Erkunden der Insel wollen wir uns mehr Zeit nehmen und freuen uns schon auf Morgen.

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